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Gesellschaft CJZ Main-Taunus Kreis e.V.

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Main-Taunus Kreis e.V.
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Spuren jüdischen Lebens: Höchst

Jüdisches Museum

Das Jüdische Museum Frankfurt unterhält in Höchst eine kleine Nebensammlung. Unter dem Turm des Höchster Schlosses im Stadtmuseum informiert eine Abteilung über die Geschichte der Jüdischen Gemeinde Höchst. Höchst hat als ehemalige Kreisstadt des Main-Taunus für die Region Bedeutung. Die Sammlung berichtet u. a. über jüdische Familien, die zuvor in Hofheim, Diedenbergen und Marxheim lebten.

Höchster Zollturm

Der Zollturm am Marktplatz, durch den der Weg zum Main hinunterführt, ist ein Ort permanenter Demütigung vom Spätmittelalter bis ins 19. Jahrhundert hinein. Jüdische Reisende unterlagen dem Leibzoll. Wie Vieh mussten sie Abgaben für ihren Körper zahlen.

Besonders perfide war der sog. Würfelzoll, eine Juden beschimpfende Fopperei. Die Zöllner verlangten von den Durchreisenden einen Satz von drei Würfeln, einen „Pasch“. Damit sollte an das Verlosen des Gewandes Christi unter dem Kreuz von Golgatha erinnert werden. Obwohl die Evangelien von Verlosen durch römische Kriegsknechte berichten, war im Mittelalter die Darstellung von Würfeln und von Juden als diejenigen, die das Gewand Christi aufteilen, üblich. Tatsächlich wurden bei Grabungen im Turm Würfel gefunden, die aufgrund ihrer Größe als Judenwürfel angesehen werden können.

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