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Gesellschaft CJZ Main-Taunus Kreis e.V.

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Main-Taunus Kreis e.V.
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Spuren jüdischen Lebens: Hochheim

Betraum in Privathaus

Ursprünglich waren die Hochheimer Juden der Gemeinde Flörsheim zugeordnet. Mit dem Bevölkerungswachstum des 19. Jahrhunderts gab es zunehmend Bestrebungen zur Selbständigkeit. 1823 bekam die kleine Gemeinschaft ihren ersten Kultusvorsteher, man traf sich in einem Privathaus in der Neudorfgasse 8. Ab 1870 stand die neue Synagoge in der Rathausstraße 29 zur Verfügung. Ein eigener Friedhof wurde 1909 an der Straße nach Flörsheim angelegt.

Judenpumpe

In der Neudorfgasse befindet sich heute noch eine Pumpe, mit der sich die Bewohner früher mit Wasser versorgten. Diese Schwengelpumpe ist als „Juddebump“ bekannt. Der Ausdruck leitet sich von der älteren Synagoge ab, die bis 1870 in der Neudorfgasse untergebracht war. Später lebte in der Nähe eine jüdische Familie, so dass sich der Mundartausdruck gehalten hat.

Jüdische Betstube

Im hinteren Teil des Anwesens Rathausstraße 29 befand sich seit 1865 die Betstube der Jüdischen Kultusgemeinde Hochheims. Sie würde am 9. November 1938 zerstört. Heute erinnert eine Gedenktafel an die Betstube.

Jüdischer Friedhof

Der Jüdische Friedhof in der Weinbergstraße/Weiler Weg wurde zwischen 1912 und 1939 genutzt.

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