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"Sie sind nicht Gottes Volck" - Luthers Judenhass in der Lutherdekade - Eine Nachlese

Vortrag von Prof. em. Dr. W. Frey, Frankfurt

27. März 2018


Familienoase/Gemeindehaus St. Vitus - 19.30 Uhr
Kapellenstraße 1, Kriftel


Über das Thema „Luther und die Juden“ ist in den letzten Jahren viel geschrieben und geredet worden, viel Gescheites, viel Beschwichtigendes, auch Törichtes.

Natürlich darf niemand die Person und Bedeutung des Reformators reduzieren auf seine antijüdischen Schriften, auf seinen verstörenden Judenhass, auf dessen Nachwirkungen bis in unsere Tage. Aber es ist an der Zeit, nach den Feierlichkeiten, auch Aufgeregtheiten des Lutherjahres 2017 einen Überblick zu geben über Luthers Ansichten und Schriften über das Judentum, über die Weiterwirkung seiner Stellungnahmen zur jüdischen Minderheit im Protestantismus selbst und –  sozusagen säkularisiert – im Antijudaismus und dann Antisemitismus im 19. Und 20. Jahrhundert, ja bis in die Jahre des Reformations- und Lutherjubiläums.

Das wird in einem Vortrag nicht in aller Ausführlichkeit geschehen können, aber anhand öffentlicher und veröffentlichter Äußerungen in der Zeit der Lutherdekade wird Prof. Frey versuchen, heutige protestantische, auf Luther zurückgehende Grundeinstellungen zu Juden und Judentum und deren Begründungen wie Relativierungen darzustellen.

Prof. Dr. W. Frey ist emeritierter Professor der Goethe-Universität Frankfurt.
(Das titelgebende Zitat stammt aus Martin Luthers Schrift Von den Juden und ihren Lügen von 1543. Luthers Werke, Weimarer Ausgabe, Band 53, S. 431).

In Kooperation mit der kath. Gemeinde St. Peter und Paul Hofheim/Kriftel