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Das jüdische Breslau, das Überleben im Nationalsozialismus und die Vertreibung nach 1945

Vortrag mit Filmausschnitten
von Dr. Ingo Loose, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin

25. März 2014

Augustinum, Theatersaal - 16.00 Uhr
Bad Soden-Neuenhain


In den Debatten über den Holocaust einerseits und die Vertreibung der Deutschen aus Ostmitteleuropa andererseits wird fast immer unerwähnt gelassen, dass die niederschlesische Provinzhauptstadt Breslau zum Zeitpunkt der nationalsozialistischen Machtergreifung 1933 mit über 20 000 Mitgliedern die drittgrößte Jüdische Gemeinde im Deutschen Reich nach Berlin und Frankfurt am Main besaß und dass Schlesien eine Reihe kulturell und historisch höchst bedeutsamer Jüdischer Gemeinden umfasste. Das schlesische Judentum wurde von den Nationalsozialisten nicht nur fast völlig ausgerottet, auch seine Geschichte nach 1933, sein Untergang in Deutschland und sein Fortleben in Israel und andernorts sind noch immer nicht angemessen und erschöpfend geschrieben.

Dr. Ingo Loose schildert das Schicksal des jüdischen Breslau, aber auch das Überleben im Nationalsozialismus, die Flucht und Vertreibung nach 1945 sowie das Erbe der schlesischen Juden in Israel heute. Ergänzt wird der Vortrag durch Filmausschnitte von Interviews mit Überlebenden aus Breslau.

Dr. Ingo Loose ist Mitarbeiter im sechzehnbändigen Editionsprojekt ›Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945‹ (VEJ) des Instituts für Zeitgeschichte und des Bundesarchivs. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist seit Jahren auch die Geschichte der Juden in Breslau und Schlesien im 19. und 20. Jahrhundert.

Eintritt: 5,00 €

In Kooperation mit dem Augustinum Bad Soden-Neuenhain