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Frankfurter Juden: Prof. Dr. jur. Berthold Simonsohn (1912-1978)

Vortrag von Prof. i.R. Dr. Wilma Aden-Grossmann

18. Februar 2016


Ev. Limesgemeinde - 19.30 Uhr
Ostring 15-17, Schwalbach


Berthold Simonsohn lehrte von 1962 bis zu seiner Emeritierung 1977 an der Goethe-Universität Frankfurt Sozialpädagogik und Jugendrecht. Als jüdischer Linksintellektueller, geprägt von der Weimarer Republik, verband er humanes Engagement mit jüdischer Selbstbehauptung.

Selbst Opfer von nationalsozialistischer Ausgrenzung und Überlebender von Theresienstadt, Auschwitz und Dachau, galt sein besonderes Interesse der Aggressionsforschung. Er war davon überzeugt, dass die Beherrschung der Aggression die entscheidende Voraussetzung für eine menschlichere Gesellschaft ist, für die er mit Mut und Beharrlichkeit eintrat.

Die ersten Jahre der Nachkriegszeit verbrachte er in Prag und der Schweiz. 1950 kehrte er mit seiner Frau Trude, die er in Theresienstadt rituell geheiratet hatte, nach Deutschland zurück. Er war der Wiederbegründer der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland, baute sie auf und leitete sie, bevor er 1962 zum Professor für Sozialpädagogik und Jugendrecht ernannt wurde. Er starb 1978 in Frankfurt.

Prof. i.R. Dr. Wilma Aden-Grossmann war von 1968 bis 1974 Assistentin von Berthold Simonsohn und hat bei ihm promoviert. Sie hat eine Biographie über ihn verfasst und eine Auswahl seiner Schriften herausgegeben. Trude Simonsohn ist sie seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden.

In Kooperation mit der Ev. Limesgemeinde Schwalbach.